You are viewing [info]92_lina's journal

Viktoria J.
30 December 2011 @ 06:12 pm
.





Светло и тихо во Вселенной,
И я читаю звездный код:
Идет в сугробах по колено
Из будущего - Новый год.
Пусть этот год 2012,
Со счастьем новым,
К Вам темной ночью
В дом войдет,
И вместе с запахом еловым
Добро и счастье принесет.





.
 
 
Viktoria J.
07 December 2011 @ 02:49 pm
.




Флешмоб -- 632305222316434




via
http://posic.livejournal.com/705313.html

.
 
 
Viktoria J.
10 November 2011 @ 08:39 pm
.


В сентябре в Pinakothek der Moderne in München мне понравились шесть сравнительно небольших фотографий von Robert Adams из этой серии:

http://www.nga.gov/exhibitions/2008/oceans/fullscreen/oceansfull.shtm

И одна работа (тоже фотография) von Bas Jan Ader.
Может быть потому что мы до этого были в Glyptothek :

http://92-lina.dreamwidth.org/189636.html

и современное искусство не выдержало сравнения.
Или же - das ist vielleicht wahrscheinlicher - es lag allein an uns - nach dem Besuch der Glyptothek konnten wir nichts mehr aufnehmen. Ich musste gestern daran denken, als ich über die Frage nachdachte, ob Kunst so etwas wie Originalität besitzt bzw. besitzen muss. Gute Kunst eigentlich schon. Denke ich.

.
Tags:
 
 
 
Viktoria J.
06 October 2011 @ 09:33 pm
5. Oktober 2011, Neue Zürcher Zeitung


Ein künstliches Herz mit Gold


Nanodrähte ermöglichen synchrone Kontraktionen von Muskelzellen
Funktionierende Ersatzorgane im Labor zu züchten, ist ein grosser Traum der Medizintechnik. Auf dem Weg zu dessen Erfüllung sind amerikanische Forscher nun einen Schritt weitergekommen: Sie liessen Herzmuskeln geordnet zucken.


Stephanie Lahrtz

Es klingt so einfach: ein biokompatibles Gerüst mit Zellen besiedeln, die Zellen dann einige Tage oder Wochen wachsen lassen und das Ganze anschliessend einem Patienten als Ersatz für ein defektes Organ einsetzen. Zwar schafft man es heutzutage schon, diverse Zelltypen in unterschiedlich aufgebauten Gerüsten zu züchten. Doch noch ist man weit davon entfernt, ein wirklich natürliches Organ – eine Lunge, ein Herz, eine Niere – auf diese Weise herzustellen, das dann auch die entsprechenden Funktionen übernehmen kann. Einen guten Trick, um funktionierendes Herzmuskelgewebe zu produzieren, haben nun Forscher mehrerer Bostoner Institute präsentiert.¹

Erstmals haben sie das Gerüst für die Zellen mit dünnsten Golddrähten versehen. Dafür wurde Alginat, eine poröse, zellartige Masse, mit Nanopartikeln aus Gold vermischt. Aus früheren Versuchen weiss man, dass beide Substanzen für Menschen gut verträglich sind. Die neuartigen Gerüste sind sehr porös; Zellen können darin gut wachsen. In die Porenwände sind ausserdem Golddrähte von einer Dicke von durchschnittlich 30 Nanometern und einer Länge von ungefähr 5 Mikrometern eingelagert. Dadurch werden die Poren sozusagen elektrisch miteinander verkabelt.

Im Experiment liessen die Forscher in den Gold-Alginat-Gerüsten Herzmuskelzellen neugeborener Ratten wachsen. Als sie daraufhin eine elektrische Spannung anlegten, floss tatsächlich Strom durch das Gewebe. Eine kontrollierte Kontraktionswelle durchlief den gezüchteten Herzmuskel – vergleichbar mit einer synchronen Kontraktion im gesunden Herzen. Die angewachsenen Zellen zuckten also nicht bloss wahllos, sondern in geordneter Art und Weise. Das sei zuvor noch nie in einer Gewebezucht erreicht worden, schreiben die Wissenschafter. Zudem seien in den neuartigen Gerüsten in den Herzmuskelzellen grössere Mengen jener Proteine vorhanden, die für die Kontraktion wie auch die intrazelluläre Kommunikation der Zellen wichtig seien.

Würde man nun solch ein besiedeltes Gerüst implantieren, würde sich das Alginat innert Monaten abbauen und das Gewebe samt eingebauten Nanodrähten im Körper zurücklassen. Ein Schrittmacher könnte die nötigen Impulse liefern. Noch ist das aber Zukunftsmusik. Denn grosse Volumina solchen Gewebes kann man noch nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgen, etwa über künstliche Blutbahnen. Allerdings könnten die Goldgerüste dabei helfen, funktionsfähige Flecken von Herzmuskelgewebe herzustellen – zum Beispiel für Regionen, die durch einen Herzinfarkt beschädigt sind.

¹ Nature Nanotechnology, Online-Veröffentlichung vom 25. September 2011.


Copyright © Neue Zürcher Zeitung AG
 
 
Viktoria J.
11 September 2011 @ 11:19 pm

Очень красивым местом показалась мне Glyptothek in Munich.




Head of a statue of a goddess. Roman sculpture after original of the 3rd century BC.




Plato (427 - 348 BC).
Sculpture after a statue of the philosopher of about 340 BC.


Но и утомительным. Я надеюсь позже написать о ней несколько больше.
 
 
Viktoria J.
19 July 2011 @ 12:30 am
.


1. "Intime Fremde. " (Confidences trop intimes)
Ein Film von Patrice Leconte.

Gute Musik. Intelligent und überraschend.  Ich für meinen Teil fand Anne Brochet (als Jeanne) ganz wunderbar.


2. "A Tale of Springtime. " (Conte de Printemps)
Von Eric Rohmer.

Einer meiner liebsten Filme. Sehr subtil. Europäisch.


3. "Die Stunde des Siegers. " (Chariots of fire)

Interessante Charakterzeichnung. Und gute Musik.


4. "Das Leben vor meinen Augen. " (The life before her eyes)

Ich selbst hätte diesen Film wohl nie ausgewählt. Ich fand ihn visuell sehr schön, sogar beeindruckend stellenweise. Er nahm mich auch sehr mit.  Alles in allem glich er einer Abhandlung in Moralphilosophie - das hatte ich keineswegs erwartet. "Das Herz ist der stärkste Muskel ... ." Ich mochte ihn sehr.


.
Tags:
 
 
Viktoria J.
18 May 2011 @ 09:21 am
.


M&T: Grigory Sokolov, Sie gelten als Ausnahme unter den grossen Konzertpianisten unserer Zeit, und zwar deshalb, weil Sie mit grosser Ernsthaftigkeit und auch Ehrlichkeit Ihren Beruf ausüben. Sind das Ihre Charakterzüge?

G.S.: Erstens muss ich dazu sagen, dass Musik für mich kein Beruf ist, sondern ein Aspekt des Lebens. Das sagt eigentlich schon genug. Musik ist für mich so natürlich wie Atmen, was ja durch ein unglaublich komplexes System von Nerven, Muskeln bewirkt wird. Wissen Sie, wie Sie es machen? Nein. Aber Sie tun es. Genauso ist es mit der Musik. Das ist Leben.

...

M&T: Improvisieren Sie denn auch?

G.S.: Wenn Sie darunter verstehen, dass ich öffentlich zu einem Thema spiele, dann nein. Aber was ich meine, ist, jede Interpretation hat immer beide Seiten: Sie wissen, was passiert, aber ganz genau wissen Sie es eben doch nicht. Improvisation allein ist deshalb für mich ebenfalls unbefriedigend, weil das Fundament, das Gebäude fehlt. Wenn alles zufällig ist, ist das zuwenig. Diese Improvisation, die ich meine, ist eine sehr hohe Stufe der Erarbeitung, eine sehr bewusste Arbeit. Es hat nichts mit Anarchie zu tun.

...

M&T: Heisst das, dass Sie sich von anderen Interpretationen nicht beeinflussen lassen? Oder gibt es da einen gewissen Spielraum, dass Sie zum Beispiel einzelne Ideen, Details oder Ansätze in Ihr Spiel übernehmen?


G.S.: Ich habe ein gutes Immunsystem! Wahrscheinlich lässt es sich nicht vermeiden, beeinflusst zu werden. Ein Student sollte deshalb zuerst von sich aus ein Werk erarbeiten und erst dann andere Interpretationen anhören. Das ist zugegebenermassen ein wenig schwierig, weil wir ja eben nicht auf der Insel leben. Aber ich denke, nur so kann man die eigene Persönlichkeit voll in die Musik einbringen.



M&T: Wie war das mit Ihrer Immunität?

G.S.: Es ist wirklich so: Ich kann eine Interpretation anhören und sie auch schön finden, aber dennoch etwas ganz anderes machen.



.
 
 
Viktoria J.
06 May 2011 @ 11:56 pm
.





Henry Poincare ist ein Verfechter der Bequemlichkeit, seinem literarischen (d.h. philosophischen) Werk nach.





.
 
 
Viktoria J.
30 April 2011 @ 02:15 pm
.





http://vimeo.com/22439234





.
Tags: ,
 
 
 
Viktoria J.
09 April 2011 @ 09:34 am

.

Hans Dieter Sauer


Die japanischen Schulkinder waren die Klügsten. Als am 11. März die Sirenen heulten, verhielten sie sich genau so, wie es ihnen immer wieder eingebläut worden war. Tsunami, tendenko! Wenn ein Tsunami kommt, renne bergauf. Das rettete den allermeisten von ihnen das Leben. Nicht alle Bewohner der Küste folgten so strikt den Regeln. Vielleicht wähnten sie sich hinter den Tsunami-Barrieren in Sicherheit, so die Vermutung von Domenico Giardini, dem Leiter des Schweizerischen Erdbebendienstes. Und viele alte Menschen konnten wohl einfach nicht schnell genug fliehen; die Hälfte der Toten ist über 65 Jahre alt. 

Lückenhaftes Wissen

Schon wenige Minuten nach dem Beben wurde die höchste von drei Tsunami-Alarmstufen ausgelöst. Dadurch konnten sich Hunderttausende in Sicherheit bringen. Gleichwohl fragt sich Costas Synolakis, der Leiter des Tsunami Research Center an der University of Southern California, ob sich nicht noch mehr Menschen gerettet hätten, wäre über die Höhe der Welle informiert worden. Auf die Ankündigung eines 12-Meter-Tsunamis reagiere man anders als auf den üblichen Alarm. Doch Jörn Lauterjung, der Leiter des deutsch-indonesischen Tsunami-Frühwarn-Systems, widerspricht entschieden. Bei einer so kurzen Vorwarnzeit – erste Küstenabschnitte erreichte der Tsunami schon 15 Minuten nach dem Beben – seien detaillierte Informationen nicht sinnvoll. Man müsse sich auf einfache Signale beschränken.

Sicher ist, dass die Sperrwerke die Wellen kaum irgendwo aufhielten, auch nicht beim AKW Fukushima. Beim Bau des ersten Reaktorblocks Ende der 1960er Jahre war die Plattengrenze vor der Küste, die das 9,0-Magnitude-Beben und den Tsunami auslöste, noch nicht bekannt. Man orientierte sich an einem 3,50 Meter hohen Tsunami, der 1960 von einem Beben mit Magnitude 9,5 in Chile ausgelöst worden war. Die Basis des Kraftwerks liegt 4 Meter über dem Meeresspiegel – damit schien hinreichende Sicherheit gegeben. Zusätzlich baute man vor der Küste einen 5,70 Meter hohen Wellenbrecher.

Kritik von Forschern

In der Tageszeitung «Asahi Shimbun» vom 26. März kritisierte eine ganze Reihe japanischer Wissenschafter, dass neue Erkenntnisse über die mögliche Stärke von Beben und die Höhe von Tsunamis nicht in bessere Schutzmassnahmen für den mittlerweile auf sechs Blöcke angewachsenen Kraftwerkskomplex umgesetzt wurden. Eine unheilige Allianz zwischen Nuklearindustrie, Industrieministerium und Überwachungsbehörden habe das verhindert.

Laut Christian Berndt von der Universität Kiel lässt sich heute für einen bestimmten Küstenabschnitt die maximal mögliche Tsunami-Höhe berechnen. Räumlich konzentrierte Anlagen wie AKW liessen sich demnach mit entsprechendem Aufwand schützen. Für die Siedlungen an der Küste insgesamt ist das aber ein Ding der Unmöglichkeit. Premierminister Naoto Kan hat deshalb angekündigt, man wolle den Wiederaufbau auf höherem Terrain vornehmen. Von dort könnten die Bewohner zu den Arbeitsplätzen in den Häfen pendeln.

Eine weitere Massnahme drängt sich auf. Inmitten der Trümmerwüsten sind immer wieder einzelne intakte Bauten zu sehen. Sie hielten dem Wasser stand, weil sie wie Pfahlbauten auf massiven Stelzen ruhen. Nach dem Tsunami von 2004 hatte Japan derartige Bauten auf Sumatra errichtet. Über breite Rampen können sich viele Menschen rasch dorthin retten. Mehr solche Gebäude braucht es nun auch in Japan selbst.
 


Neue Züricher Zeitung vom 06.04.2011.
Tags: ,
 
 
Viktoria J.
04 April 2011 @ 11:38 pm
.





"The King's Speech". Хороший фильм. Мне очень понравился. И хорош он действительно из-за игры von Colin Firth и Geoffrey Rush. Я не ожидала так много мягкосердечности в этом фильме.




.
 
 
Viktoria J.
03 April 2011 @ 09:10 am
.




.
 
 
 
 
Viktoria J.
18 March 2011 @ 08:58 am
.

IAEA bezeichnet Lage als «sehr ernst»

Ein hoher Vertreter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Graham Andrew, sagte am Donnerstag in Wien, die Lage habe sich nicht wesentlich verschlechtert, sei aber weiter «sehr ernst». Die Brennstäbe in zwei Reaktoren seien nur zur Hälfte mit Wasser bedeckt, in einem dritten nur zu einem Drittel.

Der Vorsitzende der amerikanischen Atomaufsicht, Gregory Jazcko, sagte, es könne Tage und «möglicherweise Wochen dauern», den Atomkomplex unter Kontrolle zu bringen. Er verteidigte die Entscheidung, für US-Bürger einen Evakuierungsradius um Fukushima von 80 Kilometern zu empfehlen. Die japanischen Behörden haben eine Evakuierungszone von 20 Kilometern angeordnet.

Gering erhöhte Strahlenwerte wurden am Donnerstag weit über Tokio hinaus gemessen, das 220 Kilometer südlich der Atomanlage liegt. Gefährlich hohe Werte wurden bisher nur in der Anlage selbst gemessen.


.

 
 
Viktoria J.
13 March 2011 @ 07:33 pm
.





Das ist unfassbar.





.
Tags:
 
 
Viktoria J.
11 March 2011 @ 12:21 am
.




Wunderbar ist die Biographie von J. S. Bach von Christoph Wolff.





.
 
 
Viktoria J.
02 March 2011 @ 07:37 pm
.




.
 
 
 
Viktoria J.
30 December 2010 @ 03:57 pm





Der inhaftierte frühere Ölmagnat und Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski muss weitere sechs Jahre im Gefängnis bleiben. Damit beträgt seine Haftstrafe insgesamt 14 Jahre. Chodorkowski war am Montag wegen Geldwäsche und Betrugs nochmals schuldig gesprochen worden.

(ddp) Der frühere russische Oligarchen und Kremlkritiker Michail Chodorkowski ist am Donnerstag zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Der Richter hatte Chodorkowski bereits am Montag wegen Geldwäsche und Betrugs schuldig gesprochen.

Bisherige Haft wird angerechnet

Chodorkowski verbüsst bereits eine achtjährige Haftstrafe, die im kommenden Jahr zu Ende geht. Seine Anwälte erklärten, die neue Strafe werde ab seiner Verhaftung 2003 gerechnet und schliesse seine bisherige Strafe ein. Damit muss er weitere sechs Jahre im Gefängnis verbringen.

Der Kremlkritiker wurde schuldig gesprochen, das gesamte Öl, das der Ölkonzern Jukos zwischen 1998 und 2003 produzierte, gestohlen und den Erlös gewaschen zu haben. International wurde das Urteil scharf kritisiert.

Putin als treibende Kraft

Der Ministerpräsident und ehemalige Staatspräsident Putin gilt als treibende Kraft hinter dem Prozess. Beobachter vermuten, dass er erneut zur Präsidentenwahl im Jahr 2012 antreten will und Chodorkowski mindestens so lange im Gefängnis bleiben soll.

.
 
 
Viktoria J.
27 December 2010 @ 11:10 am
.





.
 
 
Viktoria J.
21 November 2010 @ 08:26 pm
.







Странно, красиво и очень грустно.

.
 
 
Viktoria J.
10 October 2010 @ 10:40 pm
.






SDR  :)






.
 
 
Viktoria J.
21 September 2010 @ 05:23 pm
.

Ein hochgezüchteter Transistor aus Graphen


Hohe Schaltgeschwindigkeit dank schonendem Herstellungsverfahren


Christian Speicher ⋅ Über Silizium lässt sich viel Gutes sagen. Nicht umsonst ist es das bevorzugte Material der Halbleiterindustrie. Zu wünschen übrig lässt allerdings die geringe Mobilität seiner Elektronen. Sie ist der Grund dafür, dass Silizium-Transistoren nicht besonders schnell sind. Dort, wo hohe Arbeitsfrequenzen gefragt sind – etwa bei der Verstärkung von hochfrequenten Signalen in der drahtlosen Kommunikation –, setzt man deshalb auf Halbleiter wie Galliumarsenid oder Indiumphosphid, die sich durch eine hohe Beweglichkeit ihrer Elektronen auszeichnen. Den Konkurrenten des Siliziums sitzt allerdings selbst ein Konkurrent im Nacken. Forscher der University of California in Los Angeles (UCLA) haben einen Transistor aus Graphen vorgestellt, der den schnellsten Transistoren in nichts nachsteht.¹

Graphen ist eine Form von Kohlenstoff, die aus einer einzigen Atomlage Grafit besteht. Vor sechs Jahren war es Forschern erstmals gelungen, Graphen-Flocken mit einem Klebeband von einem Grafit-Block abzuziehen und sie auf eine Unterlage zu übertragen. Bei der Untersuchung der Flocken stellte sich bald heraus, welche vorzüglichen Eigenschaften Graphen besitzt. So weckte die hohe Mobilität seiner Ladungsträger die Hoffnung, ultraschnelle Transistoren bauen zu können.

Tatsächlich wurde schon 2007 der erste Graphen-Transistor vorgestellt. Danach ging es Schlag auf Schlag. Ende 2008 gab es bereits den ersten Transistor, der im Gigahertz-Bereich operierte. Anfang dieses Jahres knackten Phaedon Avouris und seine Mitarbeiter vom Watson Research Center der IBM in New York die 100-Gigahertz-Marke.

Der Graphen-Transistor von Xiangfeng Duan und seinen Mitarbeitern von der UCLA bricht nun auch diesen Rekord. Seine Grenzfrequenz – das ist die Frequenz der Signale, die der Transistor gerade noch verstärken kann – beträgt 300 Gigahertz. Damit ist er ebenso schnell wie vergleichbare Transistoren aus Galliumarsenid und Indiumphosphid. Wenn man bedenke, dass der erste Graphen-Transistor erst vor drei Jahren hergestellt worden sei, sei das ein bemerkenswertes Ergebnis, findet Frank Schwierz von der Technischen Universität Ilmenau. Transistoren aus Galliumarsenid und Indiumphosphid hätten für die gleiche Entwicklung fast drei Jahrzehnte benötigt.

Der Schlüssel zum Erfolg ist die spezielle Herstellungsmethode, die die Forscher der UCLA gewählt haben. Die lithografischen Verfahren, mit denen die Halbleiterindustrie üblicherweise Transistoren fabriziert, lassen sich zwar im Prinzip auf Graphen übertragen. Da Graphen aber so dünn ist, kommt es häufig zu Defekten, die die vorzüglichen Eigenschaften des Materials teilweise zunichtemachen.

Die Forscher liessen sich deshalb etwas anderes einfallen. Sie stellten zunächst Nanodrähte mit einem leitfähigen Kern und einem isolierenden Mantel her und placierten diese auf der Graphen-Schicht. Anschliessend wurde eine dünne Schicht aus Platin auf dem Graphen abgeschieden. Durch den nur 140 Nanometer dicken Nanodraht wurde die durchgehende Platin-Schicht unterbrochen. So entstanden zwei getrennte Bereiche, die zwei der Elektroden des Transistors formten. Der Nanodraht selbst bildete die dritte Elektrode, durch die der Stromfluss in der darunterliegenden Graphen-Schicht gesteuert werden kann. Die Forscher konnten sich davon überzeugen, dass die Mobilität der Ladungsträger in Graphen durch diese Art der Herstellung tatsächlich kaum beeinträchtigt wird.

Schwierz sieht in der Arbeit der kalifornischen Forscher einen grossen Fortschritt. Allerdings besteht für ihn noch kein Grund zur Euphorie. Das neue Herstellungsverfahren sei zwar für den einzelnen Transistor optimal. Er befürchte jedoch, dass es weniger geeignet sei, um eine grosse Anzahl von Transistoren zu fabrizieren. Avouris teilt diese Zweifel. In seinen Augen führt kein Weg an den bewährten lithografischen Methoden der Halbleiterindustrie vorbei, wenn man integrierte Schaltungen aus Graphen fertigen wolle.

¹ Nature, Online-Publikation vom 1. September 2010.


.
 
 
 
Viktoria J.
18 August 2010 @ 05:15 pm





.
 
 
 
 
 
Viktoria J.
15 July 2010 @ 01:37 am

 
 
Viktoria J.
12 July 2010 @ 01:52 am
.





.
 
 
 
 
 
Viktoria J.
04 March 2010 @ 12:25 am
.

Schön ist das Streichquartett Nr. 15 von D. Schostakowitsch.

.


 
 
Viktoria J.
01 March 2010 @ 12:06 pm
.

Seit damals hat sich nichts verändert: die Kalligraphie des Prinzen Son-En-Po an der Wand, die Tenmoku-Teeschale aus Ise, das unablässig knisternde und zischende Kohlebecken, das an das Säuseln von Kiefern im Wind erinnert und auf das er so stolz ist. Der Raum entsprach ganz dem Geschmack des ehrwürdigen Herrn Toyobo, der als Wabisukisha — ein Liebhaber schlichter Strenge — bekannt ist. Er bewirtete mich nach allen Regeln der Teekunst, und ich wähnte mich wie in einem Traum.
Anschliessend holte er eine Teeschale hervor, die Meister Rikyu ihm geschenkt hatte, und stellte sie vor mich hin.  ...Wie viele Jahre hatte ich diese ebenmässige, schwarzglasierte Teeschale mit dem leicht nach innen abgerundeten Rand, so unsagbar schön und elegant, nicht gesehen!

...

"Rikyu verwendete gern kleine Teeschalen und zierliche Löffel. Vielleicht, weil er selbst so gross war. Natürlich habe ich ihn das nie direkt gefragt, aber ich bin überzeugt, er machte sich stets ernsthafte Gedanken darüber und berechnete die Grösse des Teelöffels im Verhältnis zur Grösse der Schale. Und die der Schale entsprechend der Tatami des Raums" , erklärte Herr Toyobo.

...

Ich erhob mich und ging hinaus in den Garten hinter der Klause. Die Kirschblüten sind schon fast erblüht. Ich weiss gar nicht, wann sie aufgebrochen sind. Morgen oder Übermorgen werden sie in voller Blüte stehen. In Gedanken an den Topf Yaezakura, der nach der gleichnamigen Kirschbaumart benannt ist, und das Räuchergefäss Miyoshino erging ich mich unter dem blühenden Baum.

...

Zur Stunde des Tigers (vier Uhr morgens) erhob ich mich, machte Feuer und setzte mich an den Schreibtisch. Als Meister Rikyu noch lebte, hielten wir vom Beginn des Winters bis zum Frühling allmorgentlich um diese Zeit eine Teezeremonie. Heute wurde ich wieder einmal daran erinnert, wie kalt doch das Wasser um diese Zeit ist.

...

In grosser Achtsamkeit tranken wir eine zweite Schale Tee.



Yasushi Inoue: Der Tod des Teemeisters/ Honkakubo ibun.

.

 
 
Viktoria J.
26 February 2010 @ 07:05 pm



.
 
 
Viktoria J.
26 February 2010 @ 06:57 pm



.
 
 
Viktoria J.
24 February 2010 @ 11:03 pm
.

Теплый весенний воздух.  Он вызывает непривычное ощущение гостеприимства на улице. Ни холодного колкого ветра, ни мороза.

Я действительно люблю бывать в кино, и даже после закрытия коммунального кинотеатра я пожалуй не могу от него отказаться. Но почти так же как хорошие фильмы мне нравится идти по улицам города, вечером, по почти пустым и очень спокойным улицам, возвращаясь из кинотеатра. Может быть потому, что ты еще наполнен фильмом. Подобное ощущение бывает и при возвращении из концерта, но реже. Иногда у меня в памяти оставался не сам фильм, а именно это возвращение. Как нечто очень хорошее и даже дорогое. Вид улиц и зданий города может быть. Вне повседневной жизни.

Frau Akiko Nojiri-Krjoll, Meisterin чайной церемонии, на которой я буду принимать участие в марте, прислала мне вчера Unterlagen (тексты). Для чтения. Хотя она подчеркнула, что в чайной церемонии главное Praхis. Я не думаю, что я в состоянии практицировать что бы то ни было без Теории. Общение с Frau Nojiri besticht (подкупает) сердечностью, легкостью и взаимностью. Совершенно чудесно. Приходить нужно в белых носках, ибо белый цвет символизирует Reinheit (чистоту).


.
 
 
Viktoria J.
23 February 2010 @ 09:54 am

Eine wie ich meine schöne Stelle bei J. Locke:
 

„Person ist der Name für dieses Selbst. Überall, wo jemand das findet, was er sein sich Selbst nennt, kann meines Erachtens jemand anderes sagen, es sei dieselbe Person. Es ist ein juristischer Terminus, mit dem jemand Handlungen und das, was sie verdienen, für sein eigen erklärt; er findet also nur bei vernunftbegabten Akteuren Anwendung, für die es ein Gesetz und Glück und Unglück geben kann.“

Locke, Versuch über den menschlichen Verstand, 2. Buch, 27. Kap., 26. Abschnitt.

 

 
 
Viktoria J.
08 February 2010 @ 10:50 pm
.



.
Tags:
 
 
Viktoria J.
06 February 2010 @ 09:04 am
.

Der harmonisch in sich ruhende Zentralbau, der nicht "gerichtet" ist, der nicht erst im Durchschreiten, also in Bewegung erlebbar ist, darf als das "Leitmotiv" der Architektur um 1500 bezeichnet werden. 1506 übernimmt Bramante die Leitung des Neubaues von St. Peter. Auch die Hauptkirche der Christenheit wird nun als reiner Zentralbau angelegt, entsprechend der Grösse der Aufgabe als ein reich organisiertes Gebilde, dessen Vielfalt an Raumkompartimenten vom Grundriss her im Quadrat zusammengefasst wird...

Die Harmonie der Kräfte, die vollkommene Ausgewogenheit in der Zueinanderordnung der Teile, die Logik der organischen Durchgliederung beherrschen nur für eine kurze Zeitspanne die Architektur. Bereits seit etwa 1520 wird die Gesetzmässigkeit der Hochrenaissance infrage gestellt. Die Rebellion gegen ihre Ideal überhöhte Welt beginnt im Ausstrahlungsbereich jener Künstler, die die Entwicklung auf ihren "klassischen" Gipfel geführt hatten. Vor allem ist es Michelangelo, der den Ausgleich zwischen Ruhe und Bewegung zugunsten einer Dynamisierung der Architekturglieder überwindet, den traditionellen Dialog zwischen Fläche und Gliederungselementen ausser Kraft  setzt und die Eindeutigkeit der begrenzenden Wand aufhebt.

                                                                                                                                                                                                                 Aus "Renaissance" von M. Wundram

.
 
 
Viktoria J.
31 January 2010 @ 10:03 pm
.



.
 
 
Viktoria J.
26 January 2010 @ 09:15 pm
.

Dasjenige, was das Zuhause ausmachte, wird nach und nach in Kartons verpackt. Ein merkwürdiges Gefühl, als würde sich das Haus zusammenfalten.


.

 
 
Viktoria J.
22 January 2010 @ 08:14 pm
.


Avatar. Ein wunderschöner Film. So viel Eleganz und Grazie muss man erst darstellen können.


.
Tags: ,
 
 
Viktoria J.
10 January 2010 @ 06:48 pm
.

Если в декабре снег радовал (на юге германии он выпадает не так часто), то в эти дни, находясь на улице, я концентрирую свои мысли на Dаunenjacke (пуховая куртка, куртка на пуху), которая должна придти на следующей неделе. Надеюсь что она придет до среды. И в тайне надеюсь на понедельник.

И все же снег красив.

.
 
 
Viktoria J.
07 January 2010 @ 01:51 am
.


Здесь нечто совершенно замечательное: http://users.livejournal.com/_corso_/188136.html

                                                                

.
 
 
Viktoria J.
06 January 2010 @ 10:30 pm
...


.