Светло и тихо во Вселенной,
И я читаю звездный код:
Идет в сугробах по колено
Из будущего - Новый год.
Пусть этот год 2012,
Со счастьем новым,
К Вам темной ночью
В дом войдет,
И вместе с запахом еловым
Добро и счастье принесет.
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92_lina's journal
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Hans Dieter Sauer
Die japanischen Schulkinder waren die Klügsten. Als am 11. März die Sirenen heulten, verhielten sie sich genau so, wie es ihnen immer wieder eingebläut worden war. Tsunami, tendenko! Wenn ein Tsunami kommt, renne bergauf. Das rettete den allermeisten von ihnen das Leben. Nicht alle Bewohner der Küste folgten so strikt den Regeln. Vielleicht wähnten sie sich hinter den Tsunami-Barrieren in Sicherheit, so die Vermutung von Domenico Giardini, dem Leiter des Schweizerischen Erdbebendienstes. Und viele alte Menschen konnten wohl einfach nicht schnell genug fliehen; die Hälfte der Toten ist über 65 Jahre alt.
Schon wenige Minuten nach dem Beben wurde die höchste von drei Tsunami-Alarmstufen ausgelöst. Dadurch konnten sich Hunderttausende in Sicherheit bringen. Gleichwohl fragt sich Costas Synolakis, der Leiter des Tsunami Research Center an der University of Southern California, ob sich nicht noch mehr Menschen gerettet hätten, wäre über die Höhe der Welle informiert worden. Auf die Ankündigung eines 12-Meter-Tsunamis reagiere man anders als auf den üblichen Alarm. Doch Jörn Lauterjung, der Leiter des deutsch-indonesischen Tsunami-Frühwarn-Systems, widerspricht entschieden. Bei einer so kurzen Vorwarnzeit – erste Küstenabschnitte erreichte der Tsunami schon 15 Minuten nach dem Beben – seien detaillierte Informationen nicht sinnvoll. Man müsse sich auf einfache Signale beschränken.
Sicher ist, dass die Sperrwerke die Wellen kaum irgendwo aufhielten, auch nicht beim AKW Fukushima. Beim Bau des ersten Reaktorblocks Ende der 1960er Jahre war die Plattengrenze vor der Küste, die das 9,0-Magnitude-Beben und den Tsunami auslöste, noch nicht bekannt. Man orientierte sich an einem 3,50 Meter hohen Tsunami, der 1960 von einem Beben mit Magnitude 9,5 in Chile ausgelöst worden war. Die Basis des Kraftwerks liegt 4 Meter über dem Meeresspiegel – damit schien hinreichende Sicherheit gegeben. Zusätzlich baute man vor der Küste einen 5,70 Meter hohen Wellenbrecher.
In der Tageszeitung «Asahi Shimbun» vom 26. März kritisierte eine ganze Reihe japanischer Wissenschafter, dass neue Erkenntnisse über die mögliche Stärke von Beben und die Höhe von Tsunamis nicht in bessere Schutzmassnahmen für den mittlerweile auf sechs Blöcke angewachsenen Kraftwerkskomplex umgesetzt wurden. Eine unheilige Allianz zwischen Nuklearindustrie, Industrieministerium und Überwachungsbehörden habe das verhindert.
Laut Christian Berndt von der Universität Kiel lässt sich heute für einen bestimmten Küstenabschnitt die maximal mögliche Tsunami-Höhe berechnen. Räumlich konzentrierte Anlagen wie AKW liessen sich demnach mit entsprechendem Aufwand schützen. Für die Siedlungen an der Küste insgesamt ist das aber ein Ding der Unmöglichkeit. Premierminister Naoto Kan hat deshalb angekündigt, man wolle den Wiederaufbau auf höherem Terrain vornehmen. Von dort könnten die Bewohner zu den Arbeitsplätzen in den Häfen pendeln.
Eine weitere Massnahme drängt sich auf. Inmitten der Trümmerwüsten sind immer wieder einzelne intakte Bauten zu sehen. Sie hielten dem Wasser stand, weil sie wie Pfahlbauten auf massiven Stelzen ruhen. Nach dem Tsunami von 2004 hatte Japan derartige Bauten auf Sumatra errichtet. Über breite Rampen können sich viele Menschen rasch dorthin retten. Mehr solche Gebäude braucht es nun auch in Japan selbst.
Ein hoher Vertreter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Graham Andrew, sagte am Donnerstag in Wien, die Lage habe sich nicht wesentlich verschlechtert, sei aber weiter «sehr ernst». Die Brennstäbe in zwei Reaktoren seien nur zur Hälfte mit Wasser bedeckt, in einem dritten nur zu einem Drittel.
Der Vorsitzende der amerikanischen Atomaufsicht, Gregory Jazcko, sagte, es könne Tage und «möglicherweise Wochen dauern», den Atomkomplex unter Kontrolle zu bringen. Er verteidigte die Entscheidung, für US-Bürger einen Evakuierungsradius um Fukushima von 80 Kilometern zu empfehlen. Die japanischen Behörden haben eine Evakuierungszone von 20 Kilometern angeordnet.
Gering erhöhte Strahlenwerte wurden am Donnerstag weit über Tokio hinaus gemessen, das 220 Kilometer südlich der Atomanlage liegt. Gefährlich hohe Werte wurden bisher nur in der Anlage selbst gemessen.
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(ddp) Der frühere russische Oligarchen und Kremlkritiker Michail Chodorkowski ist am Donnerstag zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Der Richter hatte Chodorkowski bereits am Montag wegen Geldwäsche und Betrugs schuldig gesprochen.
Chodorkowski verbüsst bereits eine achtjährige Haftstrafe, die im kommenden Jahr zu Ende geht. Seine Anwälte erklärten, die neue Strafe werde ab seiner Verhaftung 2003 gerechnet und schliesse seine bisherige Strafe ein. Damit muss er weitere sechs Jahre im Gefängnis verbringen.
Der Kremlkritiker wurde schuldig gesprochen, das gesamte Öl, das der Ölkonzern Jukos zwischen 1998 und 2003 produzierte, gestohlen und den Erlös gewaschen zu haben. International wurde das Urteil scharf kritisiert.
Der Ministerpräsident und ehemalige Staatspräsident Putin gilt als treibende Kraft hinter dem Prozess. Beobachter vermuten, dass er erneut zur Präsidentenwahl im Jahr 2012 antreten will und Chodorkowski mindestens so lange im Gefängnis bleiben soll.
.Christian Speicher ⋅ Über Silizium lässt sich viel Gutes sagen. Nicht umsonst ist es das bevorzugte Material der Halbleiterindustrie. Zu wünschen übrig lässt allerdings die geringe Mobilität seiner Elektronen. Sie ist der Grund dafür, dass Silizium-Transistoren nicht besonders schnell sind. Dort, wo hohe Arbeitsfrequenzen gefragt sind – etwa bei der Verstärkung von hochfrequenten Signalen in der drahtlosen Kommunikation –, setzt man deshalb auf Halbleiter wie Galliumarsenid oder Indiumphosphid, die sich durch eine hohe Beweglichkeit ihrer Elektronen auszeichnen. Den Konkurrenten des Siliziums sitzt allerdings selbst ein Konkurrent im Nacken. Forscher der University of California in Los Angeles (UCLA) haben einen Transistor aus Graphen vorgestellt, der den schnellsten Transistoren in nichts nachsteht.¹
Graphen ist eine Form von Kohlenstoff, die aus einer einzigen Atomlage Grafit besteht. Vor sechs Jahren war es Forschern erstmals gelungen, Graphen-Flocken mit einem Klebeband von einem Grafit-Block abzuziehen und sie auf eine Unterlage zu übertragen. Bei der Untersuchung der Flocken stellte sich bald heraus, welche vorzüglichen Eigenschaften Graphen besitzt. So weckte die hohe Mobilität seiner Ladungsträger die Hoffnung, ultraschnelle Transistoren bauen zu können.
Tatsächlich wurde schon 2007 der erste Graphen-Transistor vorgestellt. Danach ging es Schlag auf Schlag. Ende 2008 gab es bereits den ersten Transistor, der im Gigahertz-Bereich operierte. Anfang dieses Jahres knackten Phaedon Avouris und seine Mitarbeiter vom Watson Research Center der IBM in New York die 100-Gigahertz-Marke.
Der Graphen-Transistor von Xiangfeng Duan und seinen Mitarbeitern von der UCLA bricht nun auch diesen Rekord. Seine Grenzfrequenz – das ist die Frequenz der Signale, die der Transistor gerade noch verstärken kann – beträgt 300 Gigahertz. Damit ist er ebenso schnell wie vergleichbare Transistoren aus Galliumarsenid und Indiumphosphid. Wenn man bedenke, dass der erste Graphen-Transistor erst vor drei Jahren hergestellt worden sei, sei das ein bemerkenswertes Ergebnis, findet Frank Schwierz von der Technischen Universität Ilmenau. Transistoren aus Galliumarsenid und Indiumphosphid hätten für die gleiche Entwicklung fast drei Jahrzehnte benötigt.
Der Schlüssel zum Erfolg ist die spezielle Herstellungsmethode, die die Forscher der UCLA gewählt haben. Die lithografischen Verfahren, mit denen die Halbleiterindustrie üblicherweise Transistoren fabriziert, lassen sich zwar im Prinzip auf Graphen übertragen. Da Graphen aber so dünn ist, kommt es häufig zu Defekten, die die vorzüglichen Eigenschaften des Materials teilweise zunichtemachen.
Die Forscher liessen sich deshalb etwas anderes einfallen. Sie stellten zunächst Nanodrähte mit einem leitfähigen Kern und einem isolierenden Mantel her und placierten diese auf der Graphen-Schicht. Anschliessend wurde eine dünne Schicht aus Platin auf dem Graphen abgeschieden. Durch den nur 140 Nanometer dicken Nanodraht wurde die durchgehende Platin-Schicht unterbrochen. So entstanden zwei getrennte Bereiche, die zwei der Elektroden des Transistors formten. Der Nanodraht selbst bildete die dritte Elektrode, durch die der Stromfluss in der darunterliegenden Graphen-Schicht gesteuert werden kann. Die Forscher konnten sich davon überzeugen, dass die Mobilität der Ladungsträger in Graphen durch diese Art der Herstellung tatsächlich kaum beeinträchtigt wird.
Schwierz sieht in der Arbeit der kalifornischen Forscher einen grossen Fortschritt. Allerdings besteht für ihn noch kein Grund zur Euphorie. Das neue Herstellungsverfahren sei zwar für den einzelnen Transistor optimal. Er befürchte jedoch, dass es weniger geeignet sei, um eine grosse Anzahl von Transistoren zu fabrizieren. Avouris teilt diese Zweifel. In seinen Augen führt kein Weg an den bewährten lithografischen Methoden der Halbleiterindustrie vorbei, wenn man integrierte Schaltungen aus Graphen fertigen wolle.
Eine wie ich meine schöne Stelle bei J. Locke:
„Person ist der Name für dieses Selbst. Überall, wo jemand das findet, was er sein sich Selbst nennt, kann meines Erachtens jemand anderes sagen, es sei dieselbe Person. Es ist ein juristischer Terminus, mit dem jemand Handlungen und das, was sie verdienen, für sein eigen erklärt; er findet also nur bei vernunftbegabten Akteuren Anwendung, für die es ein Gesetz und Glück und Unglück geben kann.“
Locke, Versuch über den menschlichen Verstand, 2. Buch, 27. Kap., 26. Abschnitt.
Dasjenige, was das Zuhause ausmachte, wird nach und nach in Kartons verpackt. Ein merkwürdiges Gefühl, als würde sich das Haus zusammenfalten.
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